BEG Haßberge

Bürgerwindpark Sailerhäuser Wald

 Stand 25.10.2016

Verfahrensstand

 

Das Hauptsacheverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist noch nicht abgeschlossen. In dem Erörterungstermin im Mai hatte das Verwaltungsgericht in Würzburg die Kläger um einen Vergleichsvorschlag gebeten. Die Kläger haben dies jedoch im August kurz vor Ablauf der dafür gesetzten Frist abgelehnt. In der Zwischenzeit hatte die beigeladene Bürgerwindparkgesellschaft ein qualifiziertes avifaunistisches Fachgutachten ins Verfahren eingebracht, welches zu dem Schluss kommt, dass es keine relevanten Uhuvorkommen vor Ort gibt. Das Gericht hat mittlerweile einen neuen Verhandlungstermin am 20.12.16 angesetzt.

 

 

 

Abnahme/Gewährleistung

 

Die Abnahme der Windenergieanlagen ist noch nicht erfolgt, hierfür ist eine Reihe von Verzögerungen in der Dokumentation und Bearbeitung von Restmängeln verantwortlich. Dass die Abnahme nun erst relativ spät erfolgen wird, hat für die Betreibergesellschaft nur sehr geringe Nachteile, aber wesentliche Vorteile. Die Gewährleistungsfrist ist hiervon unberührt und läuft erst ab Abnahme 2 Jahre. Der technische Zustand der Anlagen kann nach wie vor als gut bezeichnet werden.

 

 

 

Erträge

 

Das Jahr 2016 ist nur eines von zwanzig geplanten Betriebsjahren und es bot sehr unterschiedliche Windverhältnisse. Während das erste Quartal sehr gut war, war im zweiten und insbesondere im dritten Quartal deutlich weniger Wind, als im langjährigen Mittel erwartet. Energetisch haben aber nicht alle Quartale den gleichen Anteil am Gesamtertrag, der Winter ist deutlich stärker und die kommenden Monate also für das Jahresergebnis entscheidend.

 

Ein wichtiges Indiz für die Gründe hoher oder niedriger Erträge liefert der Windindex BDB, denn er bildet ab, wie andere Anlagen in der Region liefen. Er liegt bisher nur bis August vor, zeigt aber, dass die Anlagen im Sailershäuser Wald in fast allen Monaten und insbesondere in den windschwachen Sommermonaten  deutlich besser liefen, als die anderen WEA in der Vergleichsregion. Das bedeutet also, dass die erwirtschafteten Erträge tatsächlich im Windaufkommen und nicht in Fledermaus-, Netzstabilitätsabschaltungen oder technischen Defekten begründet sind.

 

 

 

 

Am Freitag den 21.10.2016 wurde in Haßfurt die Power-to Gas Anlage eingeweiht.

 

Die Windgas Haßfurt GmbH & Co. KG hatte mit einer Einweihungsfeier der ersten Power-to-Gas Anlage mit PEM-Technologie in Bayern eingeweiht. Dieser hochmoderne Elektrolyseur im Haßfurter Mainhafen ermöglicht die Speicherung von erneuerbaren Energien im Gasnetz. Damit leistet dieses innovative Projekt einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Gelingen der Energiewende.

 

Hier ein Link zum Pressebericht: 

http://www.stadtwerkhassfurt.de/pressemitteilungen/p2g_meilenstein

 

25.10.2016

 

 

 

 

 

Ab 01.04.2016 neue Bürozeiten!

Dienstag von        9:00 - 13:00 Uhr

Donnerstag von 13:00 - 17:00 Uhr

Freitag von           9:00 - 13:00 Uhr

 

 

 

1. Besichtigung mit den Mitgliedern der BEG im Bürgerwindpark

 

 

Aus der Sicht von Königsberg i. Bay.

Pressebericht vom 07.04.2016

Sailershausen/Landkreis Haßberge

Rund zwei Jahre gibt es nun die „BürgerEnergieGenossenschaft Haßberge eG“, der mittlerweile rund 450 Mitglieder angehören. Sie zeichneten Anteile in Höhe von 3,2 Mio Euro und unterstrichen damit eindrucksvoll ihre aktive Beteiligung an der Energiewende. In den letzten Wochen und Monaten strich ihr Blick sicherlich öfter über den Sailershäuser Wald auf die Rotoren der 10 Windräder, die ihren Betrieb inzwischen aufgenommen haben. Und nun waren die Mitglieder auch zu einer Besichtigung ihres „Bürgerwindparks“ eingeladen und erhielten dabei neueste Informationen über den Betrieb und ihre Fragen.

Das Interesse an der Besichtigung und am Betrieb der 10 Windräder war dabei so groß, dass der erste Termin sehr schnell ausgebucht war und nun für Donnerstag den 28. April noch ein weiterer Termin angesetzt werden musste. Heike Appel hieß von der BEG die Teilnehmer herzlich willkommen, die dann von Projektingenieur Markus Eichhorn von dem Stadtwerk Haßfurt sowie Ingenieur Gunther Häckner von GUT in zwei Gruppen am Windrad 1 und 2 ausgiebig über das Vorzeigeprojekt des „Sailershäuser Windparks“ informiert wurden.

Dabei wurde noch einmal daran erinnert, dass der Landkreis umfangreiche Untersuchungen vorgeschaltet hatte, wo der größte zusammenhängende Standort für einen Windpark wäre. Windmessungen bis auf eine Höhe von 200m, auch unterstützt mit Lasertechnologie und 3 unabhängige Gutachten, hätten hier eine entsprechende Grundlage geboten, auf die man aufbauen konnte. Anschließend seien dann die 10 Standorte festgelegt worden, die sich alle auf öffentlichem Grund befänden: 6 Anlagen auf Flächen der Universität Würzburg, 3 auf Flächen der Gemeinde Riedbach und eine Anlage auf dem Gebiet der Stadt Königsberg. Natürlich habe es bei der Festlegung auch Konflikte mit naturschutzrechtlichen Belangen gegeben. So habe man den Standort des 2. Windrades insgesamt viermal verschoben und nur der „7er“ sei auf dem Ursprungsort geblieben.

Ausreichender Flächenausgleich und Schutz für Biotope und Tierwelt

Ing. Markus Eichhorn betonte, dass alle Biotop-Räume kartiert und als Ausgleich andere Stellen oder auch Bäume unter dauerhaften Schutz gestellt wurden. Selbst Biotopbäume oder Höhlen für Spechte oder andere Lebewesen hätten dabei Berücksichtigung gefunden. Natürlich habe man für Biotope auch Flächenausgleich schaffen müssen wie die ca. 7 Hektar Waldausgleichsfläche, einen 14 m breiten Randbereich um den Wald, Heuflächen, Eichelansaaten und zusätzlich habe man eine Fläche von 1 ½ Hektar ohne Bewirtschaftung herausgenommen. Der Flächenverbrauch für die 10 Windanlagen betrage 7,8 ha, während man für den Wegebau 2 ha für alle Anlagen oder 2000 qm pro Anlage benötigte.

Großes Interesse zeigten die Mitglieder dann an der Bauphase der einzelnen Windräder, für die zuerst Stellplätze für die Kräne gerichtet und eine Baugrube von 21 m im Durchmesser ausgehoben werden musste. Der Untergrund habe zum Glück keine aufwendigen Bohrpfähle erfordert, sondern nur ein Schotterpolster von 80 cm. Kaum zu glauben, dass für die hohen Windräder nur ein Fundament von 1,10 m Tiefe notwendig war, aber trotzdem 800 cbm Beton oder 100 LKW-Ladungen an Beton angefahren wurden. Dieses sei dann an einem Tag natürlich mit der entsprechenden Baustahl-Bewehrung gegossen worden.

Statik des Turms eine besondere Herausforderung

Darauf sei dann der Turmbau erfolgt, der als Hybridturm mit zwei verschiedenen Baustoffen entstanden sei. Dies habe im unteren Bereich begonnen mit Halbschalen aus Beton mit einem Durchmesser von 9m und dann mit 21 Ringen aus Beton, die einfach aufeinander gestapelt wurden. Darauf kamen zwei Stahlrohrteile bis hinauf auf die Nabenhöhe von 140,6 m.

Ing. Markus Eichhorn schilderte dann eindrucksvoll, wie diese Bündel aus je 16 Stahlseilen nach unten verspannt wurden. Extra für das Spannungssystem sei ein Keller unter dem Turm notwendig gewesen. Der Übergang zum Maschinenhaus in luftiger Höhe, das schon in der Größe einem Omnibus entspreche, erfolgte dann mit einem großen Zahnkranz mit Elektromotoren, welche die Ausrichtung in die entsprechende Windrichtung übernehmen.

Die Gewichte der einzelnen Bauteile brachten die Besucher immer wieder zum Staunen. Das Gewicht der Rotornabe betrage 27 Tonnen, das der Hauptwelle 10 Tonnen und das des Getriebes 23 Tonnen. „Obwohl die 3 Rotorblätter aus Glasfaser bestehen, wiegt ein Blatt allein 11,5 Tonnen und alle drei zusammen somit 35 Tonnen. Die Blattwurzel hat dabei noch einen Durchmesser von 2,50 Meter und leicht können sich dort drei Personen bewegen.“ Zur Technik insgesamt sei der Anlagentyp „Nordex“ speziell für Schwachwindgebiete auf Binnenstandorten entwickelt worden. Die Nabenhöhe von 140 Metern sowie der große Rotordurchmesser mit 117 Metern und mehr als 10 000 Quadratmeter „überstrichener Rotorfläche“ in Kombination mit einem relativ kleinen Generator mit 2 400 kW gewährleisteten eine hohe Auslastung.

Die Windräder und die Sache mit dem Wind

Die immer wieder von aufmerksamen Beobachtern gestellte Frage, warum denn die Windräder öfter auch stehen, fand auf einfache Weise ihre Beantwortung. „Die Rotoren laufen bei einer Windgeschwindigkeit von 3m in der Sekunde bis hin zu 20m Wind in der Sekunde. Davor und danach schalten sie sich ab. Bei einer Windstärke von 3 bis 10m/Sekunde steigt die Rotorgeschwindigkeit, ab 10m bleibt die Umdrehung konstant mit 13 Umdrehungen pro Minute.“

Das genügte aber einigen noch nicht, die meinten „am letzten Wochenende war es doch so schön und trotzdem liefen die Windräder nicht.“ Die Erklärung von Markus Eichhorn folgte prompt: „Ja am letzten Wochenende war das Wetter zu schön und wir hatten zu wenig Wind.“ Einem Teilnehmer war aber aufgefallen, dass ein Teil der Windräder dann doch wieder lief und das sei doch etwas merkwürdig. Projektingenieur Eichhorn hatte aber auch hierfür die Erklärung. „Die vorderen Anlagen stehen mehr am Berg und da ist die Windhöffigkeit besser als in Richtung Kreuzthal, wo das Gelände etwas abfällt. Auch bietet das Windfeld für die 10 Anlagen nicht überall die gleiche Windleistung. Die Windräder können ebenso verschieden stehen, weil die Rotorblätter bei einer Windstärke unter 3m/Sek. dann bei ihrem jeweiligen Stand einfach abschalten, während die Windstärke bei anderen Rädern vielleicht noch etwas höher ist und diese dann laufen.“ Diese Informationen würden alle von der Windmessfahne und einer zusätzlichen Ultraschallmessung gesteuert und richten Maschinenhaus und Rotorblätter dementsprechend aus.

Zukunftsvision: Stromüberschuss für „power-to-gas“

Dass die Vergütung aber weiter laufe, wenn die Anlage aus anderen Gründen abgeschaltet wird und sich die Windräder nicht drehen, beruhigte die Anteilseigner, die sich ja auch eine entsprechende Rendite aus ihren Einlagen erhoffen. In diesem Zusammenhang lenkte Ingenieur Markus Eichhorn den Blick auf das neue Projekt „power-to-gas“, mit dem sich die Stadtwerke in jüngster Zeit befassten, gemeinsam mit der Fachhochschule Schweinfurt der Siemens AG, Linde AG und anderen Dienstleistern. Ziel sei es dabei, mit Hilfe von überschüssigem Strom durch eine Elektrolyse Wasser in Wasser- und Sauerstoff zu trennen. Der gewonnene Wasserstoff könne anschließend gespeichert oder ins Erdgasnetz gespeist werden. Und mit dem gespeicherten Wasserstoff werde bei Bedarf durch ein BHKW wieder Strom erzeugt.

Stromerträge entsprechen den Prognosen

Die Stromerzeugung interessierte die Mitglieder natürlich besonders und Kernstück sei dafür der Umrichter unten im Turm. Von diesem gehe es dann in den Trockentransformator und werde die Spannung auf 20 000 Volt transformiert, dann werde der Strom zur Schaltanlage und ins Netz eingespeist. Markus Eichhorn meinte, dass man eigentlich sogar zwei Windparks habe, denn die Windräder 1 und 2 speisten mit 4,8 Megawatt direkt zu den Stadtwerken ein. Die übrigen 19,2 Megawatt von den übrigen Windrädern würden nach Sylbach und Haßfurt und zu den Stadtwerken und zum Bayernwerk in die 110-KV-Ebene weiter geleitet. „Diese Aufteilung war nötig, um sich ein eigenes Umspannwerk zu sparen. Dies hätte nämlich noch einmal Investitionskosten von 2 Mio Euro bedeutet. So haben wir unsere Investitionen bei rund 45 Mio Euro halten können.“ Zur großen Zufriedenheit der Mitglieder der Bürger-Energie-Genossenschaft teilte der Projektingenieur mit, dass die Anlage bisher ihre Sollwerte erfülle und mit ihr 52-55 Mio Kilowatt-Stunden Strom im Jahr erzeugt werden könnten. Alle 10 Windräder liefen noch im Probebetrieb und stünden kurz vor der Abnahme mit dem Hersteller.

Sogar mit einer Schattenabschaltautomatik ausgestattet

In der Diskussion kamen natürlich auch neuerliche Presseberichte und angebliche Belästigungen von Anwohnern zur Sprache. Ing. Eichhorn meinte hierzu, dass Energie jeder Bürger haben wolle. Die Windenergie biete auf jeden Fall im Gegensatz zu Kohlekraftwerken und anderen Anlagen die verträglichste Sicht. Die besondere Meinung hänge aber oft auch von der eigenen Überzeugung ab und ob man auch eine Grundtoleranz einnehme. Ob Windenergie auch als zu laut empfunden werde, sei oft eine rein persönliche Wahrnehmung. „Bei starkem Wind ist der Wald bestimmt lauter als das Windrad“, bemerkte er dazu.

Man habe auch noch dazu eine Schattenabschaltautomatik eingebaut. „Wenn die Sonne scheint und ein Schattenschlag auf irgendein Gebäude trifft, dann wird das Windrad abgeschaltet. Diese Abschaltung ist meist nur für 8 bis 10 Minuten notwendig, dann ist der Schatten wieder weg und dann wird automatisch wieder zugeschaltet.“ Wenn sich aber jemand auf dem Acker befinde und es hier zu einem Schattenschlag komme, dann schalte sich die Anlage natürlich nicht ab.

Selbst nach einem Blitzableiter wurde gefragt, der natürlich vorhanden sei bis hinaus in die Rotorblätter. Es komme natürlich auch auf die Blitzstärke an. Zur schnellen Abschaltung des Windrades gebe es sogar eine Anlagenbremse als aerodynamische Bremse. Schließlich hätten auch die roten Ringe am Turm für den Flugverkehr eine Bedeutung und es gebe auch eine rote Beleuchtung, die nachts blinke, bei Nebel ihre volle Leuchtkraft entfalte und bei normaler Sicht in ihrer Lichtstarke reduziert werde.

Foto: Günther Geiling

 

Januar 2016

Das Verwaltungsgericht  Würzburg, hat den Termin ( 24.11.2015) für die Verhandlung der Klagen gegen den Windpark ausgesetzt.

März 2016 Der neue Termin ist für den 10.05.2016 angesetzt.

 

 

 

März 2016

 

Alle 10 Windräder laufen im Probebetrieb und stehen kurz vor der Abnahme. 

Die in den ersten Monaten erbrachten Erträge , entsprechen den Prognosen. 

Vor einigen Tagen wurde das Fledermaus-Gondelmonitoring in Betrieb genommen.  

 

 

Projektstand 26.11.2015

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass im Windpark NAP 1 die Anlagen 1 und 2 im Probebetrieb laufen. Am NAP 2 sind die restlichen 8 Anlage im Probebetrieb.

Somit laufen derzeit alle 10 Anlagen im Probebetrieb und können bereits Nennleistung erzeugen.

Derzeit wird die Zuwegung im Windpark final überarbeitet.

Stand 16.09.2015

Die ersten Windkraftanlagen, sind im Probebetrieb!!!!!!

 

Bis heute 16.09.2015 konnten schon die ersten ca.  250.000 kWh erzeugt und in das 20kV-Netz eingespeist werden. 

 Weiter Informationen zum aktuellen Projektstand finden Sie unter

http://www.beg-hassberge.de/windkraft.php

 

Standort WEA 6 (Höhe 114m) WEA 4 - 2- 5 -3 ( v.l.n.r.) Artikel vom 24.08.15

Aufnahme von "Turm zu Turm" August 2015

KW 33

 

Die ersten 5 Türme sind äußerlich errichtet!!! 

 Für eine Inbetriebnahme sind jedoch mehr als die sichtbaren Faktoren nötig. 

Zum Beispiel der Innenausbau mit  Kabelführung, Abschlussarbeiten ( u. a. Installation der Software) usw. . Dieser hat derzeit gegonnen.

 Der Bauablauf liegt im geplanten Zeitfenster. 

 

Wir haben für Sie unter

 

 http://www.beg-hassberge.de/windkraft.php

eine Auswahl von beeindruckenden Bildern zum Bau eingestellt.

 

Hier können Sie beitreten

Klima sucht Schutz

Hier finden Sie viele Energiespartipps rund um´s Wohnen und Leben. Weiter...

Bildergalerie

Partner-Seiten